Machbarkeitsstudie: Tiefe Geothermie an niederländischer Grenze?

Mittels einer Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, ob in einem Gewerbegebiet der Kommunen Heede und Dersum ein Tiefengeothermie-Kraftwerk errichtet werden kann. Das Gelände liegt in der Nähe der niederländischen Grenze direkt an der A31. Die geplante Studie wird vom Land Niedersachsen mit 250.000 Euro gefördert. Das Geothermiekraftwerk könnte Teil eines niedersächsischen Pilotstandorts für erneuerbare Energien werden. Kooperationen mit dem Internationalen Geothermie-Zentrum Bochum (GZB), der Hochschule Osnabrück und der Universität Groningen werden vorbereitet.
Das Entstehen eines Tiefengeothermie-Kraftwerks in Nordwestdeutschland wäre etwas Besonderes — die meisten derartigen Anlagen existieren in Süddeutschland (Bayerisches Molassebecken) und am Oberrheingraben, wo die (hydro-)geologischen Voraussetzungen besonders günstig sind.

Windstrom für Geothermie-Unterhaching

Unterhaching WindenergieDie kompletten Steuereinrichtungen der Reinjektionsbohrung des Geothermieprojekts in Unterhaching werden seit dem 6.2. mit vor Ort produziertem Windstrom betrieben. Die ebenfalls in Unterhaching ansässige Firma TURBINA ENERGY AG installierte bei der Geothermie Unterhaching eine 4-KW-Kleinwindanlage mit vertikaler Achse (VAWT).
“Der hier geschlossene Nutzungsvertrag mit der Turbina Energy AG ist ein Beispiel für das erfolgreiche Zusammenspiel zweier erneuerbarer Energieformen, aus dem beide Unternehmen sowie die Umwelt profitieren“, so Wolfgang Geisinger, Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching Produktions GmbH & Co. KG bei der offiziellen Inbetriebnahme.

Foto (von links): Wolfgang Geisinger, Geschäftsführer, Geothermie Unterhaching; Wolfgang Panzer, 1 Bürgermeister Unterhaching; Aleksandar Vucak, CEO, TURBINA ENERGY AG. © Geothermie Unterhaching

Geothermische Weichenheizung erhält Zulassung des Eisenbahnbundesamtes

© 2014 PINTSCH ABEN geotherm GmbH

© 2014 PINTSCH ABEN geotherm GmbH

Die Deutsche Bahn (DB) beheizt im Winter ca. 60.000 Weichen, damit sie nicht einfrieren und störungsfrei funktionieren. Die meisten dieser Heizungen arbeiten mit Strom. Seit einigen Jahren werden aber auch geothermische Weichenheizungen in einzelnen Pilotanlagen erfolgreich getestet. Im Dezember 2013 erhielt das von der Pintsch Aben geotherm GmbH und dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) gemeinsam entwickelte geothermische Weichenheizungssystem die Zulassung des Eisenbahnbundesamtes. Das System heizt die Weichen mittels bis zu 100 Meter langer Wärmerohre, in denen als Wärmeträgermedium CO2 zirkuliert. Einer der wichtigsten Vorteile des Systems ist, dass kaum Wartung und keine externe Steuerung notwendig sind – Der Wärmekreislauf im Rohr startet und stoppt von selbst, wenn entsprechende Temperaturunterschiede von angebundener Weiche und Untergrund vorliegen.

Heizkraftwerk Sauerlach im Regelbetrieb

Fröhliche Gesichter für Erneuerbare Energien: Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung, der stellvertretende Landrat Christoph Göbel, Sauerlachs Alt-Bürgermeister Walter Gigl, Sauerlachs 1. Bür-germeisterin Barbara Bogner, Anlagen-Architekt Thomas Glatzel, Münchens Oberbürger-meister Christian Ude, die Generalunternehmer Karl, Heribert und Thomas Laußer, Ste-phan Schwarz, SWM Geschäftsführer Versorgung und Technik, Ministerialrat Rainer Zimmer, Bayerisches Wirtschaftsministerium.

Fröhliche Gesichter für Erneuerbare Energien:
(v.l.n.r.) Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung, der stellvertretende Landrat Christoph Göbel, Sauerlachs Alt-Bürgermeister Walter Gigl, Sauerlachs 1. Bürgermeisterin Barbara Bogner, Anlagen-Architekt Thomas Glatzel, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, die Generalunternehmer Karl, Heribert und Thomas Laußer, Stephan Schwarz, SWM-Geschäftsführer Versorgung und Technik, Ministerialrat Rainer Zimmer, Bayerisches Wirtschaftsministerium.

Das geothermische Heizkraftwerk in Sauerlach ist fertig gestellt und geht in den Regelbetrieb. Der Generalunternehmer, der niederbayerische Mittelständler Karl Lausser GmbH, übergab jetzt im Beisein zahlreicher Ehrengäste das Heizkraftwerk offiziell an die Stadtwerke München (SWM). Für die SWM ist es ihre zweite Geothermie-Anlage. Erstmals nutzen sie hier das heiße Thermalwasser (in Sauerlach hat es rund 140 Grad) nicht nur zu Heizzwecken, wie in ihrer Anlage in Riem, sondern erzeugen daraus auch umweltfreundlich Strom für rund 16.000 Haushalte. Damit können sie jährlich den Ausstoß von rund 35.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Zusätzlich stellen die SWM Wärme für die Sauerlacher Haushalte bereit.

Quelle: SWM

Absatzzahlen 2013: Wieder weniger Erdwärmepumpen verkauft

Der Absatz von Erdwärmepumpen ist 2013 weiter zurückgegangen (-4,9 Prozent), insgesamt blieben die Verkaufszahlen von Wärmepumpen jedoch stabil. Die gemeinsame Branchenstatistik des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. und des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) weist für 2013 stabile Absatzzahlen für Wärmepumpen aus. Mit 60.000 verkauften Heizungswärmepumpen pendelt sich der Absatz der umweltfreundlichen Heiztechnik mit +0,8 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau ein. Hinzu kommen noch 12.100 Warmwasserwärmepumpen, deren Absatz um 13,1 Prozent zulegte. mehr…

GtV: EEG-Eckpunkte gefährden 95 Prozent des geothermischen Strompotenzials

GtV-Präsident Dr. Erwin Knapek

GtV-Präsident Dr. Erwin Knapek

Die Geothermieverbände bewerten die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgelegten Eckpunkte zur Reform des EEG kritisch. Zwar wird die verloren gegangene Planungssicherheit wiederhergestellt. Die Vorschläge blockieren aber mit der Streichung des Technologiebonus für petrothermale Systeme, der bisher fünf Cent pro Kilowattstunde betrug, die Fortentwicklung der Technologie. „Die Technologie steht zwar in Mitteleuropa noch am Anfang, birgt aber ein immenses Potenzial. Das ist nun in Gefahr“, so Dr. Erwin Knapek, Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV) und Vorsitzender des Wirtschaftsforums Geothermie (WFG). mehr…

Global Geothermal Summit (GGS), Indonesia and Philippines 2014

Mit tief gehender und detaillierter Analyse der wichtigen Branchenherausforderungen und als Treffpunkt zum Netzwerken findet vom 20. bis 21. März 2014 in Bali der “Global Geothermal Summit (GGS), Indonesia and Philippines 2014″ statt. Unter anderem werden folgende Bereiche im Mittelpunkt stehen:

  • Neuigkeiten zum politischen und regulatorischen Rahmen für die Geothermie in Indonesien und den Philippinen.
  • Beschleunigung von Projektentwicklungen durch Erfahrungsaustausch und die Einführung neuer Verfahren.
  • Verbesserung der Projekteffizienz, um geothermische Ressourcen besser auszunutzen.
  • Finden neuer Projekte in Indonesien, den Philippinen und den Nachbarländern. mehr…

Neuried verkauft letzte Anteile an Geothermieprojekt

Die Gemeinde Neuried verkauft die wenigen Anteile, die sie am lokalen Geothermieprojekt hält, an den Hauptanteilseigner, die Firma Geysir Europe. Die Gemeinde habe auch mit den Anteilen keinen großen Einfluss auf Projektentscheidungen gehabt -wegen fehlenden Fachwissens. Geysir Europe könne künftig Entscheidungen schneller treffen, so Bürgermeister Jochen Fischer gegenüber der Badischen Zeitung. Im Frühjahr 2014 will die Firma den Bohrplatz einrichten und im Sommer mit der ersten Tiefbohrung beginnen.

Lesetipp: ZEIT ONLINE zur tiefen Geothermie in Kenia

In Kenia soll die Nutzung der tiefen Geothermie für die Stromerzeugung stark ausgebaut werden. Die Voraussetzungen sind gut, schließlich zieht sich der Große Afrikanische Grabenbruch (engl. Great Rift Valley) durch das Land. Er gilt als einer der weltweit vielversprechendsten Hot-Spots für die Nutzung der Erdwärme. Über den Stand der Dinge und die Pläne sowie Erschwernisse bei der Geothermienutzung in Kenia ist bei ZEIT ONLINE ein ausführlicher Artikel erschienen.

Grünwald übernimmt 50 % der Geothermie Unterhaching

Die Erdwärme Grünwald GmbH (EWG) beteiligt sich mit 50 Prozent an der Geothermie Unterhaching Produktions-GmbH & Co. KG und deren Komplementärin, der Geothermie Unterhaching Produktions-Beteiligungs-GmbH. Die neuen Partner erhoffen sich Vorteile z. B. bei der Ersatzteilbeschaffung und dem gemeinsamen Management des Anlagenbetriebs. Einzelheiten zu dem Geschäft und den Hintergründen hat der Müncher Merkur veröffentlicht.

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