Norddeutschland: Geothermiepläne in Bad Bevensen

In der norddeutschen Kurstadt Bad Bevensen (20 km südlich von Lüneburg) werden Geothermiepläne geschmiedet. Wie az-online.de meldet, wurden in Bad Bevensen bereits erste geologische Daten ausgewertet, die durchaus viel versprechend sind. 2014 könnte eine erste Bohrung für ein Geothermiekraftwerk niedergebracht werden, die Machbarkeitsstudien laufen.

Bad Bevensen liegt im Norddeutschen Becken, dass mit dem Oberrheingraben und dem Bayerischen Molassebecken zu den Gebieten in Deutschland zählt, in denen die geologischen Bedingungen für die Nutzung tiefer Geothermie besonders gut sind. Während vor allem im Großraum München in den letzten Jahren zahlreiche Geothermieprojekte angestoßen und zum Teil schon umgesetzt wurden, verläuft die Entwicklung in Norddeutschland deutlich langsamer. Keine 40 km von Bad Bevensen entfernt, in Munster-Bispingen, arbeitet man jedoch ebenfalls an der Umsetzung eines Erdwärmekraftwerks.

Die Auswertung geologischer Daten für den Untergrund von Bad Bevensen lassen die Verantwortlichen um den grünen Bürgermeister Martin Feller hoffen: Ein großer Salzkörper, das “Salzkissen Seedorf” in der Tiefe soll der Grund dafür sein, dass besonders warme Sole erwartet werden darf. in 2.400 Metern Tiefe könnte man bei der ersten Bohrung, die 2014 starten könnte, auf ca. 83 Grad Celsius heißes Wasser stoßen – bei einer Ergiebigkeit von 15 bis 30 Litern.

Noch sind jedoch weder die beiden Machbarkeitsstudien abgeschlossen, noch haben die Politiker der verschuldeten Kurstadt die Frage der Finanzierung des Millionenprojekts geklärt. Und wie sehr die besonders Salzhaltige Sole Rohrleitungen und Wärmetauschern zu schaffen machen würde, ist eine Frage für die Techniker.

Quelle: az-online.de