Geothermie Kirchweidach – Pumpe läuft wieder

In Kirchweidach fließt das Thermalwasser wieder.

Der im Mai 2012 gestartete Langzeitpumptest für das Geothermieprojekt Kirchweidach kann nun fortgesetzt werden. Aufgrund der hohen Förderraten von rund 150 Liter wurde in Kirchweidach eine hochleistungsstarke Spezialpumpe mit einer Leistung von 1,6 MW eingesetzt. Das High-Techgerät stammt von dem darauf spezialisierten Unternehmen „Canadian Advanced“ . „Wegen eines technischen Problems an der Pumpe musste der Test jedoch bereits nach wenigen Tagen unterbrochen werden“, berichtet Bernhard Gubo, Geschäftsführer der GEOenergie Kirchweidach GmbH. „Da solche Hochleistungspumpen nicht in Serie gebaut werden, mussten die Ersatzteile aus Kanada und anderen Ländern beschafft werden, weshalb die Reparatur knapp zwei Monate dauerte“, so Gubo.

Rund vier Wochen wird der Langzeitpumptest laufen. Damit wird ermittelt, ob die beiden entscheidenden Kenngrößen – also die Förderrate, auch Schüttung genannt, sowie die Temperatur des heißen Thermalwassers – auch über einen längeren Zeitraum konstant bleiben. Der Langzeitpumpentest ist zudem die Voraussetzung für die weiterführende Genehmigung des Projektes beim Bergamt.

Aufgrund der Unterbrechung ist der Baubeginn für das Kraftwerk für Ende 2012 vorgesehen. Das Kraftwerk selbst werde voraussichtlich Ende 2013 ans Netz gehen“, informiert Bernhard Gubo. Die Linde Engeneering GmbH, die den Bau übernehmen wird, habe jedoch schon Flexibilität und Gesprächsbereitschaft bezüglich der Verzögerung signalisiert.

Das Kraftwerk  wird vermutlich über eine Leistung von 6,7 MW verfügen. Damit können rund 13.000 Haushalte mit umweltfreundlich erzeugtem Strom versorgt werden. Neben der Stromerzeugung ist zudem eine Wärmeauskopplung von rund 13.000 Megawattstunden vorgesehen. „Das ist mehr als ausreichend, um den Wärmebedarf der Kommune sowie neuer Gewerbebetriebe zu decken“, informiert der GEOenergie-Geschäftsführer.

Quelle: GEOEnergie Bayern