ETH-Zürich: Siemens-Stiftung unterstützt neue Geothermie-Professur mit 8 Mio. Euro

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) richtet eine Professur für Tiefengeothermie ein. Die Werner Siemens-Stiftung unterstützt dies mit zehn Millionen Schweizer Franken (ca. 8,1 Mio. Euro). Die ETH Zürich sieht vor allem Bedarf an Forschungsinitiativen und Demonstrationsanlagen, um die Nutzung der Tiefen Geothermie in den nächsten Jahren voranzubringen.

Quelle: IWR

Knapp dreieinhalb Kilometer Erdwärmesonden an der Hochschule Bochum abgeteuft

Es ist geschafft, der „GEOSTAR“ fertig. Noch schauen die Enden der Wärmesonden aus der Erde; bald werden sie an die Wärmepumpen angeschlossen sein. Für die beteiligten Ingenieure, Techniker und Mitarbeiter geht damit ein wichtiger Abschnitt beim Bau des Geothermiezentrums zu Ende (v.l.n.r.): Timm Eicker, Henry Tünte, Rüdiger Heidberg, Matthias Hoffmann, Jonas Güldenhaupt, Gregor Bussmann, Matthäus Lis, Alexander Schneidermann und Usmann Macit.

Für die beteiligten Mitarbeiter ging ein wichtiger Abschnitt beim Bau des Geothermiezentrums zu Ende (v.l.n.r.): Timm Eicker, Henry Tünte, Rüdiger Heidberg, Matthias Hoffmann, Jonas Güldenhaupt, Gregor Bussmann, Matthäus Lis, Alexander Schneidermann und Usmann Macit.

17 Sonden à 200m: Das Team rund um das Internationale Geothermiezentrum (GZB) an der Hochschule Bochum hat seine Erdwärmeanlage fertiggebohrt. Das neue Institutsgebäude des GZB, die verschiedenen Labore und Forschungsinfrastrukturen, können nun dauerhaft mit Wärme aus dem Untergrund versorgt werden. In Verbindung mit einer Wärmepumpe entsteht nicht nur eine zuverlässige und mit erneuerbarer Energie versorgte Heizung, man hat auch die Möglichkeit, die Bürogebäude zu klimatisieren. Die Erstellung der Bohrungen und den Einbau der Sonden hat die Hochschule mit ihrem Team selbst erledigt. Bewährt hat sich dabei die hochschuleigene Bohranlage „BO.REX“, die zukünftig vor allem Forschungs- und Ausbildungszwecken dienen soll. mehr…

Hot-Spot in der Innenstadt von Frankfurt am Main bestätigt

Der Frankfurter Untergrund eignet sich besonders gut für die geothermische Nutzung. Bildquelle: © Eisenhans - Fotolia.com

Der Frankfurter Untergrund eignet sich besonders gut für die geothermische Nutzung.

Geologen des Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie haben eine schon länger vermutete Anomalie im Untergrund von Frankfurt am Main bestätigen können. In dem Gebiet zwischen der Alten Oper, dem Frankfurter Hauptbahnhof und dem Senckenbergmuseum gibt es bereits in einer Tiefe von 320 bis 500 Metern Thermalwasser mir einer Temperatur von mindestens 40 Grad Celsius, das berichtet die FAZ. Damit ist der Untergrund der hessischen Metropole deutlich wärmer, als es der durchschnittliche Wärmeanstieg von 3 Grad pro 100 Meter Tiefe erwarten lässt. Im Ergebnis bietet die Frankfurter Innenstadt beste Bedingungen, um Gebäude über Erdwärmesonden oder geothermische Brunnenanlagen zu Heizen – Technologien, die dort bereits vielerorts genutzt werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine
Bildquelle: © Eisenhans – Fotolia.com

In Pisa trifft sich die europäische Geothermiebranche zum European Geothermal Congress 2013

Geothermieanlage Larderello

Die Geothermieanlage in Larderello, wo bereits 1913 erstmals Strom aus Erdwärme erzegt wurde. (Quelle: Birgit Juel Martinsen)

Vom 3.-7. Juni 2013 findet in Pisa in Italien der European Geothermal Congress 2013 (EGC 2013) statt. Zu einem solchen Ereignis trifft sich der gesamten Geothermiesektor – Wissenschaft, Industrie, Behörden etc. – nur alle fünf bis sechs Jahre; es bildet jedes Mal einen Höhepunkt für die europäische Geothermiebranche. Der Kongress wird Gelegenheit bieten, neue Erkenntnisse, Entwicklungen und Erfahrungen in Wissenschaft, Technologie, Industrie und Politik auf unserem Kontinent zu präsentieren und zu diskutieren. mehr…

Beste Bedingungen: Davos plant Erdwärmenutzung

Bereits in vergleichsweise geringer Tiefe sind im schweizerischen Davos Wasservorkommen gefunden worden, die sich bestens zu Heizzwecken nutzen lassen könnten. Eine 400 Meter tiefe Probebohrung stieß bereits 2012 auf etwa 12 Grad Celsius warmes Wasser, das artesisch gespannt ist, also ohne zusätzlichen Einsatz von Pumpen zutage tritt. Dank der sehr hohen Ergiebigkeit könnte dem Wasser ausreichend Energie entzogen werden, um ein Kongresszentrum und ein Hallenbad zu beheizen. Ca. 3 Millionen KWh Wärmeenergie könnten so mittels Wärmepumpeneinsatzes bereitgestellt werden, berichtet der Informationsdienst cleantech.ch.

Geothermieprojekt in Altdorf vor dem Aus?

Die weitere Umsetzung des Geothermieprojekts im niederbayerischen Altdorf bei Landshut ist infrage gestellt. Eine inzwischen zweite Probebohrung brachte nicht das erhoffte Temperaturniveau. In 800 Metern Tiefe maß man statt der erhofften 70 nur 64 Grad Celsius. Damit ist die Wirtschaftlichkeit des Fernwärmeprojektes möglicherweise nicht mehr gegeben, wie die Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung berichtet. mehr…

St. Gallen: Erste Sektion der Bohrung abgeschlossen

Die Bohrung in St. Gallen kommt gut voran.

Die Bohrung in St. Gallen kommt gut voran.

Bei der ersten Bohrung für das Tiefengeothermie-Projekt in St. Gallen konnte die erste Bohrsektion erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Bohrvortrieb konnte, nach einem erneuten Meißelwechsel, am Sonntag, 24. März 2013 um 10.30 Uhr erfolgreich die Tiefe von 963,5 Metern erreicht werden. Die im Anschluss durchgeführten Wireline-Logging-Arbeiten zeigten ein optimales Bohrloch, das für den Futterrohreinbau freigegeben wurde. In der Nacht von Montag auf Dienstag und am Dienstagvormittag wurden rund 960 Meter Stahlrohr in die Tiefe eingebaut. Mit der Zementation am späten Abend vom 27. März 2013 konnte die 1. Sektion der Tiefbohrung erfolgreich abgeschlossen werden.

Bildquelle: Stadt St. Gallen

Fündigkeitstests der Bohrung Brühl GT1 erfolgreich

Bohrplatz in Brühl

Brühl: erfolgreiche Fördertests an Bohrung GT1.

Die Fördertests an der ersten Bohrung (GT1) für das Geothermieprojekt in Brühl am Oberrhein sind abgeschlossen. Wie sich schon Anfang März angedeutet habe, seien dabei alle Erwartungen mehr als erfüllt worden, so die GeoEnergy GmbH. Nach den während der Tests gewonnen Daten sei die Bohrung Brühl GT1 als überdurchschnittlich gut einzustufen und bringe mit herausragenden Produktionsparametern außerordentlich gute Leistungen, sowohl in Bezug auf die Temperatur, als auch in Bezug auf die Fördermenge. Die Produktionsparameter deuteten auf eine bisher ungekannt starke artesische Aktivität hin, die in Art und Umfang bisher noch bei keiner Bohrung in Deutschland gefunden worden sei.

Bildquelle: GeoEnergy GmbH

GtV: Strahlenbelastung durch Radon in Geothermieanlagen gering und unbedenklich

Kritiker von Anlagen zur Nutzung der tiefen Geothermie haben in der Vergangenheit unter anderem die Befürchtung geäußert, dass in diesen Anlagen durch das Hochpumpen von Thermalwässern möglicherweise natürliche Radioaktivität freigesetzt werden könnte. In einem Hintergrundpapier widmet sich der GtV-Bundesverband Geothermie e. V. nun speziell dem radioaktiven Edelgas Radon. Das Papier stellt Informationen zu den physikalischen Eigenschaften und Erfahrungswerte zur Nutzung und Wirkung des Gases zur Verfügung. Demnach zeigen Messungen an Anlagen, dass die zusätzliche Strahlenbelastung durch Radon gering und unbedenklich ist. „Wir nehmen die Bedenken der Menschen ernst. Daher haben wir eine Arbeitsgruppe von Experten gebeten, sich mit möglichen Belastungen durch Radon zu beschäftigen“, sagt Geschäftsführer André Deinhardt. „Das Ergebnis freut uns sehr. Wir hoffen, dass es uns mit diesem Hintergrundpapier gelungen ist, die für eine sachliche Diskussion erforderlichen Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen“, so Deinhardt weiter. Die Veröffentlichung steht auf der Internetseite des GtV-BV zum Download zur Verfügung.

Programm der 9. Internationalen Geothermiekonferenz veröffentlicht

Die neunte Ausgabe der Internationalen Geothermiekonferenz (IGC 2013), die vom 15. bis 17. Mai in Freiburg stattfindet, ermöglicht dank eines vielfältigen Veranstaltungsangebots einen umfassenden Einblick in die Entwicklungen der tiefen Geothermie in Mitteleuropa. Zentrale Themen sind unter anderem Betriebserfahrungen, Kosteneffizienz, politische Rahmenbedingungen und die Entwicklung von Geothermieprojekten im Oberrheingraben. Inzwischen wurde das Veranstaltungsprogramm veröffentlicht. mehr…

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